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Sichtverbindung, Gelände und Fresnelzone

Eine optisch freie Sichtlinie ist für einen Funkweg sehr hilfreich, aber sie beschreibt nicht die gesamte Ausbreitungssituation. Rund um die direkte Linie liegt die sogenannte Fresnelzone.

Sichtlinie

Berge, Gebäude und Gelände können die direkte Verbindung vollständig blockieren. Digitale Höhenmodelle helfen, solche Hindernisse bereits vor einer Standortbegehung zu erkennen.

Fresnelzone

Auch wenn zwei Antennen sich theoretisch „sehen“, können Hindernisse nahe der direkten Linie die Funkverbindung beeinträchtigen. Deshalb sollte möglichst viel der ersten Fresnelzone frei bleiben.

Der Radius der Fresnelzone hängt von Frequenz und Entfernung ab. Bei langen Verbindungen kann er mehrere Meter betragen.

Vegetation

Bäume enthalten Wasser und können Sub-GHz-Signale dämpfen. Ein im Winter gut funktionierender Pfad kann im belaubten Sommer schlechter werden.

Gebäude

Mauerwerk, Wärmeschutzverglasung, Metallfassaden und Stahlbeton können die Funkstrecke erheblich beeinflussen. Ein Repeater direkt hinter einer metallbedampften Scheibe kann deutlich schlechter arbeiten als erwartet.

Höhe richtig nutzen

Ein Mast von einigen Metern kann einen großen Unterschied machen, wenn dadurch eine Dachkante oder Vegetation überwunden wird. Mehr Höhe ist aber kein Selbstzweck und kann Montage-, Blitzschutz- und Genehmigungsanforderungen erhöhen.

Planungstools

Simulationen sind Vorhersagen, keine Messungen. MeshCore Hessen verwendet sie zur Vorauswahl und dokumentiert reale Testverbindungen anschließend getrennt.

Quellen und Aktualisierung

Diese Seite wurde eigenständig für MeshCore Hessen formuliert. Funkrechtliche Angaben wurden gegen die aktuell gültige Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur geprüft. MeshCore-spezifische technische Angaben wurden mit der offiziellen Projektdokumentation abgeglichen. Werte werden nicht aus älteren Communitytabellen ungeprüft übernommen.

Letzte inhaltliche Prüfung: 18. August 2026