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Verschlüsselung, Schlüssel und Vertrauen

MeshCore verwendet Kryptografie an mehreren Stellen. Trotzdem bedeutet das Wort „verschlüsselt“ nicht automatisch, dass jede Kommunikationsart dieselben Sicherheits- und Identitätseigenschaften besitzt.

Knotenidentität

Node Adverts enthalten einen Ed25519-Public-Key und eine Signatur. Damit besitzt ein Knoten eine kryptografische Identität, die über seinen frei wählbaren Anzeigenamen hinausgeht.

Ein Anzeigename sollte deshalb als Beschriftung betrachtet werden, nicht als alleiniger Identitätsnachweis.

Direktkommunikation

Direktkommunikation richtet sich an eine konkrete Gegenstelle und nutzt die kryptografischen Identitäten der Knoten. Für sensible Kommunikation sollte ein Kontakt über einen vertrauenswürdigen Weg verifiziert werden, beispielsweise durch direkten Austausch beziehungsweise einen kontrolliert übermittelten Kontakt-QR-Code.

Gruppenkanäle

Gruppenkanäle verwenden einen gemeinsamen Schlüssel. Wer diesen Schlüssel besitzt, kann den Kanalinhalt entschlüsseln.

Bei privaten Kanälen ist dieser Schlüssel zufällig und geheim. Bei Hashtag-Kanälen wird er dagegen aus dem Namen abgeleitet und ist damit für jeden rekonstruierbar, der den Namen kennt oder errät.

Gruppenabsender sind nicht verifiziert

Die aktuelle offizielle Payload-Spezifikation weist ausdrücklich darauf hin, dass Group Text Messages keinen signierten Absender besitzen. Der sichtbare Name ist Teil des Nachrichtentextes.

Das ist für Communitykanäle wichtig: Eine Nachricht mit dem Namen eines bekannten Administrators beweist allein noch nicht, dass sie tatsächlich von dessen Knoten stammt.

QR-Codes und Geheimnisse

Ein Kontakt-QR-Code enthält öffentliche Kontaktinformationen. Ein Kanal-QR-Code kann dagegen den geheimen Kanalschlüssel enthalten.

Ein QR-Code für einen privaten Kanal darf daher nicht wie ein harmloser öffentlicher Einladungslink behandelt werden. Wer ihn fotografiert oder kopiert, kann den Schlüssel erhalten.

Was Verschlüsselung nicht löst

Verschlüsselung verhindert nicht automatisch Metadatenbeobachtung, Funkstörungen, absichtliches Jamming, kompromittierte Endgeräte oder die Weitergabe eines geheimen Kanalschlüssels durch einen berechtigten Teilnehmer.

MeshCore sollte deshalb mit einem realistischen Sicherheitsmodell betrieben werden: Kryptografie schützt bestimmte Inhalte und Identitäten, ersetzt aber keine verantwortungsvolle Schlüsselverwaltung.

Quellen, Rechte und redaktionelle Prüfung

Redaktioneller Hinweis: Diese Seite ist eine eigenständige Darstellung für MeshCore Hessen. Sachinformationen wurden anhand der oben genannten Quellen geprüft. Texte, Bilder und die Gliederung des MeshCore Wiki DE wurden nicht übernommen; die Seite wird nur als ergänzende Communityquelle zur Faktenkontrolle genannt. Für technische Details hat die aktuelle offizielle MeshCore-Dokumentation Vorrang. Deutschlandbezogene Funkrechtsangaben werden an den Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur geprüft.

Urheberrecht: Technische Begriffe, Protokollnamen, Befehlsnamen, Zahlenwerte und andere notwendige Sachangaben werden unverändert verwendet, soweit dies für fachliche Richtigkeit erforderlich ist. Es werden keine längeren fremden Textpassagen oder Bilder reproduziert.

Prüfstand: 18. August 2026