Reichweitenprognosen richtig lesen
Funkabdeckungskarten sind Modelle. Sie können Standorte vergleichen und wahrscheinliche Problemzonen zeigen, aber keine garantierte MeshCore-Reichweite liefern.
Eingabedaten
Eine Prognose hängt unter anderem von Senderstandort, Antennenhöhe, Frequenz, angenommener Leistung, Antennengewinn und Geländemodell ab.
Sind diese Werte falsch, sieht auch eine präzise gezeichnete Karte nur präzise falsch aus.
Empfängerannahme
Eine Coverage-Berechnung benötigt eine Annahme über den Empfänger. Ein Repeater mit Außenantenne auf einem Dach hat andere Empfangsbedingungen als ein Companion in einer Jackentasche im Erdgeschoss.
Gelände versus Gebäude
Viele frei verfügbare Modelle berücksichtigen primär Gelände. Innerörtliche Gebäudedämpfung kann daher erheblich unterschätzt werden.
Farbzonen
Farben sollten als Modellbereiche mit einer definierten Bedeutung dargestellt werden. „Grün“ darf nicht einfach „funktioniert garantiert“ heißen.
Vergleich statt absolute Wahrheit
Der größte Nutzen einer Simulation liegt oft im Vergleich: Erreicht Standort A das Nachbartal voraussichtlich besser als Standort B? Welche Höhe beseitigt eine Geländekante? Wo lohnt sich ein Feldtest?
Praxismessung
Nach der Simulation werden kritische Punkte real getestet. Erst diese Messungen können in eine Karte „gemessene Abdeckung“ einfließen.
MeshCore Hessen trennt deshalb Planungskarte und Messkarte begrifflich und visuell.
Quellen, Rechte und redaktionelle Prüfung
- MeshCore – offizielle Dokumentation
- meshcore-cli – offizielles Projekt
- MeshCore Wiki DE – ergänzende Communityquelle
Redaktioneller Hinweis: Diese Seite ist eine eigenständige Darstellung für MeshCore Hessen. Sachinformationen wurden anhand der oben genannten Quellen geprüft. Texte, Bilder und die Gliederung des MeshCore Wiki DE wurden nicht übernommen; die Seite wird nur als ergänzende Communityquelle zur Faktenkontrolle genannt. Für technische Details hat die aktuelle offizielle MeshCore-Dokumentation Vorrang. Deutschlandbezogene Funkrechtsangaben werden an den Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur geprüft.
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Prüfstand: 18. August 2026