Flood Routing – Verteilung über das Mesh
Flood Routing verteilt dafür vorgesehene Pakete über erreichbare Repeater. Es ist ein grundlegender Mechanismus für Situationen, in denen kein einzelner bekannter Zielpfad verwendet wird.
Ablauf
Ein Sender strahlt ein Flood-Paket aus. Geeignete Repeater, die es empfangen und nach ihren Regeln weiterleiten dürfen, können es erneut senden. Weitere Repeater können diese Aussendung wiederum empfangen.
Damit kann ein Paket Bereiche erreichen, zu denen der ursprüngliche Sender keine direkte Funkverbindung besitzt.
Vorteil
Flooding benötigt keine vollständige zentrale Netzkarte. Das ist für ein dezentrales Funknetz attraktiv: Ein Knoten muss nicht vorher jeden möglichen Weg durch die gesamte Region kennen.
Kosten
Jede Weiterleitung ist eine eigene Funkübertragung. Dadurch steigt die gesamte Airtime. In einem kleinen Netz ist das oft unkritisch; in einem dichten oder weit verbundenen Netz kann ungebremstes Flooding jedoch viel unnötigen Verkehr erzeugen.
Nicht jedes Paket wird endlos weitergetragen
MeshCore besitzt Begrenzungs- und Filtermechanismen. Dazu gehören Pfadlängenbegrenzungen und bei aktuellen Versionen Regions/Scopes beziehungsweise Transport Codes.
Zusätzlich entscheidet die jeweilige Firmwarerolle, ob sie ein Paket überhaupt weiterleitet. Ein normaler Companion ist nicht automatisch ein Repeater.
Flood-Adverts
Flood-Adverts sind ein leicht verständliches Beispiel. Ein Companion kann seine Bekanntmachung über Repeater verbreiten. Dadurch werden entfernte Teilnehmer auf ihn aufmerksam.
Würde jeder Teilnehmer in einem großen Netz ständig Flood-Adverts senden, entstünde jedoch erhebliche zusätzliche Funklast. Intervalle und manuelle Nutzung sollten deshalb zur Netzgröße passen.
Gruppenkommunikation
Auch Gruppenkommunikation kann Flood-Mechanismen verwenden. Der Kanal selbst definiert dabei die Teilnehmer über den gemeinsamen Schlüssel; der Scope kann zusätzlich begrenzen, in welchem Regionsbereich die Nachricht transportiert wird.
Gute Praxis
Flooding sollte dort eingesetzt werden, wo seine Robustheit und Reichweite gebraucht werden. Ein bereits bekannter stabiler Direktpfad ist für gezielte Kommunikation häufig effizienter.
Für MeshCore Hessen bedeutet das: regionale Netze sollen nicht einfach möglichst weit miteinander „zusammengeflutet“ werden. Regions und Scopes bieten einen Ansatz, lokalen Verkehr lokal zu halten.
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Prüfstand: 18. August 2026