Das Sicherheitsmodell von MeshCore verstehen
MeshCore ist ein dezentrales Funknetz. Sicherheit muss deshalb auf mehreren Ebenen betrachtet werden: Identität, Nachrichteninhalt, Administrationszugriff, Funkmetadaten und die Sicherheit der eingesetzten Geräte.
Kein zentraler Betreiber
Im normalen Mesh gibt es keinen zentralen Server, der sämtliche Teilnehmer authentifiziert oder Nachrichten verteilt. Knoten besitzen eigene kryptografische Identitäten und kommunizieren über Funk miteinander.
Verschlüsselung ist nicht Unsichtbarkeit
Verschlüsselung kann Nachrichteninhalte schützen. Funkaktivität selbst bleibt jedoch beobachtbar. Ein Empfänger kann je nach Pakettyp und Situation weiterhin technische Metadaten erkennen.
Direkte Nachrichten und Kanäle
MeshCore verwendet unterschiedliche Mechanismen für direkte Kommunikation und Gruppenkanäle. Diese dürfen im Wiki nicht unter dem vereinfachenden Satz „alles ist gleich verschlüsselt“ zusammengefasst werden.
Infrastruktur
Repeater benötigen für ihre Weiterleitungsfunktion nicht den Klartext einer privaten Nachricht. Administration ist davon getrennt und wird mit eigenen Zugriffsrechten abgesichert.
Endgeräte
Ein entsperrtes Smartphone oder ein ungeschützter Computer kann Nachrichten offenlegen, obwohl die Funkübertragung korrekt verschlüsselt war. Gerätesicherheit gehört daher zum Gesamtsystem.
Projektregel
MeshCore Hessen beschreibt Sicherheitsfunktionen exakt nach dem aktuellen Protokollstand und vermeidet absolute Aussagen wie „nicht hackbar“, „vollständig anonym“ oder „100 % sicher“.
Quellen und Aktualisierung
Diese Seite wurde eigenständig für MeshCore Hessen formuliert. Kryptografische und protokollbezogene Aussagen werden nur soweit dargestellt, wie sie durch die aktuelle MeshCore-Dokumentation gestützt sind. MeshCore-Hessen-interne Organisations- und Datenschutzregeln werden ausdrücklich als Projektpraxis behandelt.
Letzte inhaltliche Prüfung: 18. August 2026