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Solarmodul dimensionieren

Die Wattangabe eines Solarmoduls ist ein Labor-Nennwert unter definierten Bedingungen. Für einen ganzjährig betriebenen Repeater muss mit dem tatsächlich erwartbaren Tagesertrag geplant werden.

Tagesbedarf

Zuerst wird der gemessene Energiebedarf des Repeaters in Wh pro Tag bestimmt.

Systemverluste

Laderegler, Akku, Verkabelung und Spannungswandler verursachen Verluste. Das Panel muss daher mehr Energie liefern als das Endgerät unmittelbar verbraucht.

Sonneneinstrahlung

Der Ertrag hängt von Jahreszeit, Standort, Ausrichtung, Neigung, Bewölkung und Verschattung ab. Ein Panel, das im Sommer einen großen Überschuss liefert, kann im Winter trotzdem zu klein sein.

Winter ist maßgeblich

Für einen ganzjährigen Repeater in Hessen sollte die Auslegung nicht anhand eines sonnigen Augusttages erfolgen. Die kritische Phase sind kurze, bewölkte Wintertage und mehrere schlechte Tage hintereinander.

Verschattung

Schon lokale Verschattung durch Mast, Antenne, Baum oder Gebäudekante kann den Ertrag reduzieren. Der Standort des Panels muss deshalb separat vom optimalen Funkstandort betrachtet werden.

Reserve

Die Anlage benötigt Reserve für Schlechtwetter und Alterung. Wie groß diese sein muss, hängt von der gewünschten Verfügbarkeit ab.

Keine pauschale Wattzahl

Aussagen wie „5 W reichen für jeden nRF-Repeater“ oder „10 W reichen immer“ sind ohne Verbrauchs- und Standortdaten nicht belastbar.

MeshCore Hessen veröffentlicht deshalb bei getesteten Solaraufbauten sowohl Panelleistung als auch gemessenen Verbrauch, Akku und Beobachtungszeitraum.

Quellen, Rechte und redaktionelle Prüfung

Redaktioneller Hinweis: Diese Seite ist eine eigenständige Darstellung für MeshCore Hessen. Sachinformationen wurden anhand der oben genannten Quellen geprüft. Texte, Bilder und die Gliederung des MeshCore Wiki DE wurden nicht übernommen; die Seite wird nur als ergänzende Communityquelle zur Faktenkontrolle genannt. Für technische Details hat die aktuelle offizielle MeshCore-Dokumentation Vorrang. Deutschlandbezogene Funkrechtsangaben werden an den Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur geprüft.

Urheberrecht: Technische Begriffe, Protokollnamen, Befehlsnamen, Zahlenwerte und andere notwendige Sachangaben werden unverändert verwendet, soweit dies für fachliche Richtigkeit erforderlich ist. Es werden keine längeren fremden Textpassagen oder Bilder reproduziert.

Prüfstand: 18. August 2026